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Aktuelles / Gewalt / Radikalisierung/ 14.02.2020

Vier Moscheen in NRW nach Bombendrohungen evakuiert

Nach den Bombendrohungen gegen Moscheen in Nordrhein-Westfalen halten die Ermittlungsarbeiten der Polizei an. Wer hinter den anonymen Droh-Emails steckt, die an vier Gebetshäuser der Ditib geschickt wurden, sei noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Polizei in Dortmund am Donnerstag. Die zeitliche Nähe und der vergleichbare Inhalt der Emails lege nahe, dass sie von den gleichen Urhebern stammen, sicher sei das aber noch nicht.

„Das sind bedrohliche Zustände“, sagte auch Karima Benbrahim, Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen. „Vor wenigen Tagen erst ist die alevitische Gemeinde in Köln mit Nazisymbolen besprüht worden.“ Die Drohungen stünden in einem gesamtgesellschaftlichen Diskurs, in dem rechte und antimuslimische Parolen immer mehr Raum einnähmen.

Mehr Informationen zum Thema bietet die Broschüre Antimuslimischer Rassismus – Diskurse und Funktionsweisen unseres Kooperationspartners IDA NRW.

 

Quelle: Tagesspiegel vom 13.2.2020