Games im Fokus der Jugendhilfe – Gaming im Spannungsfeld von Prävention und Radikalisierung
Nach einem Jahr Pause kehrt der Fachtag „Games im Fokus der Jugendhilfe“ im Rahmen der gamescom zurück.
In diesem Jahr richtet sich die Fachfortbildung gezielt an Fachkräfte und Multiplikator*innen der Jugendhilfe und widmet sich einer Frage, die in der pädagogischen Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnt:
Welche Rolle spielen Gaming und gamingnahe Plattformen für junge Menschen – und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die pädagogische Arbeit?
Gaming ist längst weit mehr als das Spielen digitaler Spiele. Online-Communities, Streaming-Plattformen, Voice-Chats und soziale Netzwerke bilden zentrale soziale Räume, in denen Zugehörigkeit, Identität und gesellschaftliche Themen ausgehandelt werden.
Gleichzeitig können diese Räume Anknüpfungspunkte für problematische Einflussnahme, diskriminierende Kommunikation oder extremistische Narrative bieten. Um junge Menschen in ihrer digitalen Lebenswelt kompetent begleiten zu können, braucht es daher ein Verständnis für die Dynamiken, Kommunikationsformen und Plattformlogiken, die diese Räume prägen. Ebenso wichtig ist jedoch die Frage, wie Fachkräfte demokratische Teilhabe, Medienkompetenz und einen reflektierten Umgang mit digitalen Räumen fördern können, um Kinder und Jugendliche in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken.
Der Fachtag greift diese Entwicklungen auf und verbindet aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Präventionspraxis mit konkreten Bezügen zum pädagogischen Alltag. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
- Welche Rolle spielen Community-Dynamiken, Codes und Narrative in Gaming-Kontexten?
- Wie verlaufen Radikalisierungsprozesse in digitalen Räumen?
- Welche Anknüpfungspunkte ergeben sich für Prävention, Jugendhilfe und Bildungsarbeit?
- Wie können Fachkräfte junge Menschen in digitalen Lebenswelten stärken und demokratische Werte fördern?
Ziel des Fachtags ist es nicht nur, Risiken und Herausforderungen sichtbar zu machen, sondern vor allem Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Praxis aufzuzeigen. Gemeinsam möchten wir diskutieren, wie Demokratieförderung im Kontext Gaming gelingen kann, welche Ressourcen Kinder und Jugendliche stärken und wie Fachkräfte digitale Lebenswelten als Orte von Beteiligung, Respekt und demokratischem Miteinander aktiv mitgestalten können. Fachkräften Orientierung zu bieten, ihre Handlungssicherheit zu stärken und den fachlichen Austausch zu fördern, steht dabei im Mittelpunkt.
Den inhaltlichen Auftakt bilden zwei Fachvorträge von Referent*innen aus Wissenschaft und Praxis. Im Rahmen eines der Fachvorträge werden aktuelle Erkenntnisse aus dem Verbundprojekt „RadiGaMe – Radikalisierung auf Gaming-Plattformen und Messenger-Diensten“ vorgestellt und für die pädagogische Praxis der Kinder- und Jugendhilfe nutzbar gemacht.
Anschließend erhalten die Teilnehmenden im Rahmen eines geführten Rundgangs über die gamescom einen praxisnahen Einblick in aktuelle Gaming-Trends, jugendkulturelle Entwicklungen sowie die Vielfalt und Bedeutung der weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele. Der Fachtag schließt mit einer gemeinsamen Reflexion der Eindrücke sowie einem fachlichen Austausch über Transfermöglichkeiten in die eigene Praxis.
Der Fachtag wird durch die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW medial begleitet. Die zentralen Erkenntnisse der Veranstaltung werden im Anschluss für die Fachpraxis dokumentiert.
Inhalte
- Gaming als Lebenswelt junger Menschen: Plattformlogiken, Community-Dynamiken und aktuelle Entwicklungen
- Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung in Gaming-Kontexten: Codes, Narrative und pädagogische Handlungsperspektiven
- Geführter Rundgang über die gamescom mit Einblicken in aktuelle Trends, Angebote und die Vielfalt der Gaming-Kultur
Referent*innen
Constantin Winkler (RadiGaMe / PRIF)
Hubeyb Yöntem (Plan P. / AJS NRW)
Geführter Rundgang
Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW (fjmk)
Termin
28. August 2026, 10:00 – 17:00 Uhr
Anmeldung
Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro. Darin enthalten sind die Teilnahme am Fachtag, das gamescom-Ticket sowie der geführte Rundgang über die Messe. Für Getränke und eine kleine Verpflegung am Vormittag ist gesorgt.
Anmeldeschluss ist der 14.08.2026 . Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.
Zielgruppe
- Fachkräfte der Jugendhilfe
Kooperation
Der Fachtag „Games im Fokus der Jugendhilfe 2026“ wird in Kooperation von Plan P. / AJS NRW und der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW (fjmk) durchgeführt.
Das Projekt „Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung“ sowie der diesjährige Fachtag „Games im Fokus der Jugendhilfe“ werden durch das Demokratiezentrum NRW gefördert.

Organisatorische Fragen zur Anmeldung gerne an:
Victoria May, Tel. 0221.92 13 92–42,
Inhaltliche Fragen gerne an:
Hubeyb Yöntem, Tel. 0221.92 13 92–12,
Veranstaltungsdetails
- 28.08.2026
- 10:00 - 17:00
- Congress-Centrum Koelnmesse
Deutz-Mülheimer Str.
Köln - Präsenzveranstaltung
- Kosten: 40 EUR
- AGB für Veranstaltungen der AJS
Weitere Fortbildungen
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