Soziale Herkunft zählt?! – Klassismuskritische Perspektiven für die pädagogische Praxis
Der 2025 veröffentlichte UNICEF-Bericht zeigte auf, dass sich „bei rund 1,3 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland
(9 Prozent aller Kinder) Armut ganz konkret im Alltag zeigt.
Grundlegende Bedürfnisse können nicht gestillt werden, da beispielsweise vollwertige Mahlzeiten fehlen,
kein zweites Paar Schuhe vorhanden ist, eine einwöchige Urlaubsreise im Jahr nicht bezahlt oder die Wohnung nicht beheizt werden kann.“
Nachgewiesene bzw. wachsende Ungleichheiten legen nahe, dass es sich bei Lebensläufen und Lebenslagen nicht um
selbst steuerbare, individuelle Schicksale handelt, sondern dass Benachteiligung strukturell bedingt ist.
Im Seminar geht es darum, welche Rolle Klassismus als (häufig ignorierte) Diskriminierungsform dabei spielt:
Klassismus bezeichnet die Diskriminierung entlang der sozialen Herkunft oder des sozialen Status.
Klassismus trifft zum Beispiel einkommensarme,
erwerbslose oder wohnungslose Menschen sowie Arbeiter*innenkinder, die im Bildungssystem großen Hürden ausgesetzt sind.
Klassismus hat konkrete Auswirkungen auf die Lebenserwartung und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Macht, Teilhabe, Anerkennung und Geld.
In der Veranstaltung liegt der Fokus auf Klassismus in der Kinder- und Jugendhilfe. Es geht um die Fragen:
Wie können wir unser eigenes klassistisches Handeln hinterfragen, Stigmatisierung vermeiden und anstelle dessen Solidarität fördern?
Zielgruppe
Fachkräfte der Jugendhilfe, insb. aus den Bereichen Erzieherischer Kinder-und Jugendschutz, Jugendarbeit und Schulsozialarbeit
Referentin
Prof. Dr. Francis Seeck ist Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung (TH Nürnberg), Antidiskriminierungstrainer*in und Autor*in. Seeck forscht und lehrt zu Klassismus(kritik), politischer Bildung, Gender- und Queer Studies, Antidiskriminierung und menschenrechtsorientierter Sozialer Arbeit.
Mehr Infos: https://www.francisseeck.net
Termin
01. Juli 2026 / Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 13.30 Uhr
Kostenbeitrag / Anmeldeschluss
35,- €
Anmeldeschluss ist der 26.06.2026 . Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.
TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN
Das Online-Seminar wird über ZOOM angeboten. Wir nutzen Zoom über den deutschen Anbieter connect4video.com, der eigene Server betreibt.
Für die Teilnahme ist ein Endgerät mit Internetzugang und Tonausgabe erforderlich.
Vor dem Online-Seminar wird ein Zugangslink per Mail an die Teilnehmenden gesendet.
Ansprechpartner*innen bei Fragen:
Inhalt: Silke Knabenschuh, Tel. 0221.92 13 92 – 13
Verwaltung: Angelina Fränzel, Tel. 0221.92 13 92 – 43
Veranstaltungsdetails
- 01.07.2026
- 10:00 - 13:30
- Online-Seminar (3,5 Stunden)
- Kosten: 35,- €
- AGB für Veranstaltungen der AJS
Weitere Fortbildungen
- 13.05.2026 /
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- 28.05.2026 / Köln
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- 11.06.2026 /
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- 17.06.2026 / Köln
- Fortbildung "Kinder- und Jugendarbeit … aber sicher! Prävention von sexualisierter Gewalt" | 2026 | 6-tägig
- 25.06.2026 / Bochum
- Fortbildung | "Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung" | 2026 | 6-tägig
- 01.07.2026 /
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- 14.07.2026 / Dortmund
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