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AJS-News/ 18.03.2026

Neue Broschüre zur Prävention von Radikalisierung bei Jugendlichen

Manchmal spüren pädagogische Fachkräfte etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt: ein ungutes Bauchgefühl. Veränderungen im Verhalten, neue Ausdrucksweisen, Rückzug, Ablehnung oder eine plötzliche Hinwendung zu bestimmten Themen können irritieren. Formulierungen wirken religiöser, politischer oder dogmatischer als zuvor, jemand zeigt sich sehr überzeugt von „richtig“ und „falsch“, agiert aggressiver oder – besonders bei jungen Männern – hyper maskulin. Auch intensivere Diskussionen über Zugehörigkeit, Religion oder Gerechtigkeit können als „radikal“ wahrgenommen werden.

Solche Beobachtungen sind jedoch nicht automatisch Anzeichen einer Radikalisierung. Es kann sich z.B. um Reaktionen auf eine persönliche Krise handeln oder um Provokationen, die oft ein Teil jugendlicher Entwicklung und Ausdruck von Suchbewegungen sind. Dennoch verdienen ein ungutes Bauchgefühl und Irritationen Aufmerksamkeit. Sie müssen ernst genommen werden, um problematische Entwicklungen nicht zu verharmlosen – aber ebenso sorgfältig geprüft werden. 

Die Broschüre „Ich hab‘ da ein komisches Bauchgefühl…“ unterstützt Fachkräfte dabei, Radikalisierungstendenzen früh wahrzunehmen und verantwortungsvoll zu handeln – aufmerksam, aber ohne abzustempeln. Er bietet „Erste Hilfe“ für Reflexion und Orientierung. Entstanden ist die Borschüre im Projekt extrem:kompakt der FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW in Kooperation mit Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung der AJS NRW.

 

 

Download als PDF auf gender-nrw.de

 

Download als PDF (barrierereduziert) auf gender-nrw.de

 

Hinweis: Die Broschüre findet sich unter „Störgefühl“ auf der Website von FUMA NRW.