Kinder- und Jugendschutz für NRW

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bildmachen – Online Prävention in Sozialen Medien

 

Jugendliche sind im Internet zunehmend mit digitalen Gewaltformen und radikaler Propaganda konfrontiert. Falschinformationen und Verschwörungstheorien, Hate Speech und Shitstorms gehören zum digitalen Alltag. Auch islamistische und rechtsextremistische Gruppen nutzen Sozialen Medien gezielt, um junge Menschen anzusprechen. Sie verpacken ihre Botschaften in Memes und Gifs – also jugendtypische Online Bildformate – und greifen Themen auf, die Jugendliche beschäftigen: Identität, Gerechtigkeit, Geschlechterrollen, Politik und Gesellschaft, Religion und Zusammenleben.

An dieser Stelle setzt das Projekt bildmachen an. Es gibt Jugendlichen den Raum, sich mit solchen Online-Inhalten auseinanderzusetzen und in aktiver Medienarbeit eigene Positionen zu gesellschaftlichen Themen zu entwickeln.

 

Workshops und Fortbildungen

Im Rahmen des Projektes werden zweitägige Workshops für Jugendliche in schulischen und außerschulischen Einrichtungen angeboten, in denen sie

 

  • ihr eigenes Mediennutzungsverhalten reflektieren
  • jugendaffine Strategien extremistischer Akteur_innen kennenlernen und hinterfragen
  • an eigenen Haltungen zu Themen wie Demokratie, Pluralismus, Religion, Rassismus und Diskriminierung arbeiten
  • technische und kreative Gestaltungsmöglichkeiten audiovisueller Produkte (Gifs, Memes, Videos) kennenlernen und themenbezogen eigene Medienprodukte erstellen.

 

Die begleitende Fortbildung für die Fachkräfte der Einrichtung lädt ein zum Austausch über extremistische Inhalte in sozialen Medien und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis und vermittelt Hintergrundinformationen über digitale Gewaltformen und extremistische Anwerbestrategien vor allem islamistischer Akteur*innen.

 

Eckdaten
  • Die Workshops richten sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren in schulischen und außerschulischen Einrichtungen.
  • Das Projekt ist primärpräventiv ausgerichtet und für alle Zielgruppen geeignet.
  • Die Workshops und Fortbildungen werden von einem erfahrenen Trainer*innen-Tandem aus den Bereichen politische Bildung und Medienpädagogik angeleitet.
  • Die Workshops sind für die Einrichtung kostenfrei.
  • Wir empfehlen, die Workshops für Jugendliche (ca. 10 Zeitstunden) mit einer Fortbildung für pädagogische Fachkräfte (ca. 4 Zeitstunden) zu verbinden.
  • Interessierte Fachkräfte der Jugendhilfe können sich bei der AJS melden, um Termine und individuelle Planungen für ihre Einrichtung zu besprechen.

 

 

Materialien und Links

Mehr Infos im Fachkräfte Flyer und auf bildmachen.net

Außerdem im Projekt erschienen: Handreichung „bildmachen – Jugendliche gegen islamistische Inhalte in Sozialen Medien stärken“

 

 


„bildmachen“ ist ein Bund-Länder-Projekt und wird in Kooperation mit dem bundesweiten Träger ufuq.de (Berlin), dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (Bayern), dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und der AJS (NRW) in vier Bundesländern umgesetzt. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! und in NRW von der Landeszentrale für politische Bildung ko-finanziert.

 

 

 

 

In Kooperation mit

 

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