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Aktuelles/ 22.12.2022

Verstöße gegen Kinderschutz: „Fortnite”-Entwickler muss Rekordstrafe zahlen

Der Vi­deo­spiel­ent­wick­ler Epic Games muss wegen Ver­stö­ßen gegen Kin­der- und Da­ten­schutz­ge­set­ze in seinem Videospiel „Fortnite“ in den USA eine Rekordstrafe von über einer halben Milliarde Dollar zahlen.

Die US-Handelsaufsicht „Federal Trade Commission” (FTC) hatte dem Unternehmen vorgeworfen, unerlaubt Daten von „Fortnite“-Nutzer*innen unter 13 Jahren gesammelt zu haben, ohne – wie gesetzlich vorgeschrieben – die Zustimmung der Eltern einzuholen oder die Eltern zu informieren. Zudem wurden Kinder und Jugendliche durch psychologische Tricks („Dark Patterns”) zu spontanen und sogar unbeabsichtigten In-Game-Käufen verleitet. Weiterer Kritikpunkt: Spieler*innen im jugendlichen Alter wurden bei  „Fortnite“ genauso behandelt wie Erwachsene – auch bei den Kommunikationsmöglichkeiten in Text- und Sprach-Chats in Echtzeit. Die Standardeinstellung war auf „sichtbar” gestellt, obwohl das für Kinder und Jugendliche ausdrücklich verboten ist. Dadurch wurden sie Mobbing, Bedrohungen und nicht-altersgerechten Themen ausgesetzt.

Quelle: www1.wdr.de