Kinder- und Jugendschutz für NRW

AJS-Newsletter

Leitbild der AJS

 

1. Orientierung bieten

Die AJS als öffentlich geförderter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe versteht sich als Service- und Fachstelle für den erzieherischen und gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz in NRW.

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu fördern, zu befähigen und zu schützen. Wir richten unser Angebot insbesondere an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie an Fachkräfte aus weiteren Bereichen mit Bezug zum Kinder- und Jugendschutz und an Erziehende.

Wir stärken und unterstützen pädagogische Fachkräfte, bieten Orientierungshilfe und unterstützen sie mit Fachwissen und aktuellen Informationen.

Als Fachstelle für die  Praxis arbeiten wir flexibel und bedarfsorientiert, sind ansprechbar. Wir informieren und bilden fort zu verschiedenen aktuellen Themen und Präventionsansätzen des Kinder- und Jugendschutzes. Wir geben Auskünfte zu rechtlichen Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Wir verstehen uns als Brücke zwischen Theorie und Praxis.

Wir befinden uns im Prozess, Privilegien und Machtverhältnisse auf verschiedenen Ebenen zu hinterfragen. Diese Erkenntnisse und die aktuelle Studienlage fließen in unsere Arbeit ein.

 

2. Kinder und Jugendliche befähigen 

Alle Kinder und Jugendlichen haben die gleichen Rechte. Wir beziehen Stellung für junge Menschen und orientieren uns dabei an den Kinderrechten.  Als Fachstelle für Fachkräfte der Jugendhilfe ist es unser Ziel, dass alle Kinder und Jugendlichen befähigt werden, zu selbstbestimmten, reflektierten und zufriedenen Persönlichkeiten heranzuwachsen.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt wahr. Wir ergreifen Partei für sie und fördern, dass ihre Perspektiven, Bedürfnisse und unterschiedlichen Lebensbedingungen wahrgenommen werden.

Kinder und Jugendliche haben unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie wachsen unter ungleichen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen auf. Damit verbunden sind unterschiedliche Zugänge. Bei unseren Veranstaltungen nehmen wir gesellschaftliche Strukturen in den Blick und regen an, unterschiedliche Zugänge mitzudenken. Wir orientieren uns immer an den Ressourcen und nicht an den Defiziten von Kindern und Jugendlichen, Fachkräften und Erziehenden.  

 

3. Herausforderungen begleiten

Wir informieren über aktuelle Themen und Handlungsoptionen des erzieherischen und gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes und bereiten aktuelle Entwicklungen und Gesetze bedarfsgerecht für die pädagogische Praxis auf. Hierzu gehört eine frühzeitige Auseinandersetzung mit aktuellen Phänomenen und Gefährdungen, die junge Menschen betreffen. Wir nehmen neue Herausforderungen wahr und reagieren möglichst (schnell) auf gesellschaftliche Veränderungen und Krisen. Unsere Fachbereiche arbeiten eng zusammen.

 

4. Vielfalt achten

Wir begegnen Menschen respektvoll. Wir erkennen Vielfalt an. Wir setzen uns mit den eigenen Privilegien auseinander und hinterfragen diskriminierende Zuschreibungen. Dazu haben wir begonnen, uns mit Ungleichbehandlungen und Mehrfachdiskriminierungen auseinanderzusetzen – basierend auf Gender, Religion, Ethnizität, Alter, sexueller Identität, sozialer Herkunft, Leben mit oder ohne Be_hinderung etc.      

Hierzu besuchen wir Schulungen und nehmen diese Erkenntnisse in unsere eigenen Angebote mit. Es ist uns ein Anliegen, daraus den Unterstützungsbedarf in den unterschiedlichen Handlungsfeldern des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes abzuleiten. 

 

5. Vernetzt arbeiten

Der neugierige und offene Austausch mit der Zielgruppe prägt unsere Arbeitsweise und unsere Angebote. Daher sind wir gerne in kollegialem Kontakt mit den Fachkräften. Ziel ist, eine möglichst fehlerfreundliche, demokratische und diskriminierungssensible Lernatmosphäre zu entwickeln. Dabei orientieren wir uns an den Kinderrechten und am Grundgesetz. Wir fördern den fachlichen und persönlichen Austausch von Fachkräften in NRW. Das AJS-Team ist gut vernetzt. Wir nehmen selbst aktiv an Netzwerken teil und übernehmen zusätzlich eine Lotsenfunktion.

 

5. Gemeinsam gestalten

Wir erkennen die unterschiedlichen Qualifikationen, Kompetenzen und Erfahrungen der Mitarbeitende an und fördern diese u. a. durch Fortbildungen. Wir arbeiten in einem multidisziplinären Team. Unterschiedliche soziale und kulturelle Hintergründe sind explizit willkommen. Hier möchten wir uns gern noch diverser und inklusiver aufstellen.

Wir verstehen uns als lernende Organisation. Aufgaben und Zuständigkeiten sind durch Zugehörigkeiten zu Projekten, Arbeitsbereichen und Arbeitsgruppen definiert. Das AJS-Team ist auf dem Weg, Arbeitsabläufe zu optimieren, Aufgabenverteilungen und Zuständigkeiten deutlich zu benennen. Entscheidungsprozesse werden möglichst transparent gestaltet.

Unsere Arbeit ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität. Freiräume, um Stärken auszuleben und um Ideen zu entwickeln, zeichnen die Arbeitskultur bei der AJS aus. Die Arbeitsweise ist gekennzeichnet durch Kollegialität, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und Fehlerfreundlichkeit. Wir gehen auf individuelle Bedürfnisse ein. Wir bieten passende Arbeitszeitmodelle. 

Ein Betriebsrat unterstützt die Mitarbeitenden.

 

 

 

 


Dieses Leitbild wurde in einem mehrjährigen Prozess von den Mitarbeiter*innen und dem Vorstand der AJS erarbeitet und weiterentwickelt. Der Auftakt wurde bei einem Leitbild-Workshop im Mai 2013 gelegt (geleitet von Ursula Wienken / www.wie-qm.de). 2025 wurde das Leitbild überarbeiet.