Pressemitteilung & Film: Fachtag „Games im Fokus der Jugendhilfe“
Wie können Fachkräfte junge Menschen in digitalen Gaming-Welten begleiten und dabei demokratische Teilhabe fördern? Wie können sie problematischen Entwicklungen frühzeitig begegnen – ohne Games und ihre Communitys unter Generalverdacht zu stellen? Mit diesen aktuellen Herausforderungen haben sich am 28. August 2026 rund 50 Fachkräfte aus Jugendhilfe, Prävention und Bildungsarbeit beim Fachtag „Games im Fokus der Jugendhilfe“ auf der gamescom in Köln beschäftigt. Die Kooperationsveranstaltung von „Plan P. – Fachstelle Prävention islamistischer Radikalisierung im Jugendalter“ und Spieleratgeber-NRW wurde gefördert vom Demokratiezentrum NRW.
Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der Pressemitteilung.
Auf dem Fachtag wurden gegenwärtige Erkenntnisse vorgestellt und für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe eingeordnet. Den inhaltlichen Auftakt bildeten zwei Fachvorträge von Hubeyb Yöntem (Plan P. / AJS NRW) und Constantin Winkler (RadiGaMe / PRIF). Hubeyb Yöntem rückte Gaming als Teil der Lebenswelt junger Menschen und als digitalen Sozialraum in den Mittelpunkt und ordnete damit verbundene Herausforderungen aus der Perspektive des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes ein. Anschließend präsentierte Constantin Winkler aktuelle Ergebnisse aus dem Verbundprojekt „RadiGaMe – Radikalisierung auf Gaming-Plattformen und Messenger-Diensten“. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden bei einem geführten Rundgang über die gamescom Einblicke in aktuelle Angebote, Entwicklungen und Anknüpfungspunkte für Demokratieförderung und politische Bildung. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Gaming nicht isoliert zu betrachten, sondern das Zusammenspiel verschiedener Plattformen, Kommunikationsformen und sozialer Beziehungen zu berücksichtigen.
„Die digitale Welt ist heute ein zentraler Lebensraum für Jugendliche. Sie eröffnet vielfältige Möglichkeiten für Information, Austausch und Teilhabe – gleichzeitig verbreiten sich über soziale Netzwerke und Gaming-Plattformen aber auch Hassbotschaften, Desinformation und menschenverachtende Ideologien. Umso wichtiger ist es, junge Menschen in diesem Spannungsfeld zu begleiten und ihre Medien- und Demokratiekompetenz zu stärken“, sagte Rana Aydin-Kandler, Leiterin des Demokratiezentrums NRW. „Wir wollen die Präventions- und Bildungsarbeit im Gaming-Bereich weiter voranbringen und Fachkräften konkrete Handlungsperspektiven aufzeigen. Daher fördern wir diesen Themenschwerpunkt der Fachstelle Plan P. und den heutigen Fachtag zur Stärkung der Prävention im digitalen Raum.“
„Games im Fokus der Jugendhilfe“ ist eine Kooperationsveranstaltung von „Plan P. – Fachstelle Prävention islamistischer Radikalisierung im Jugendalter“ in Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen (AJS NRW) und dem Spieleratgeber-NRW. Die Fachstelle „Plan P.“ sowie der diesjährige Fachtag „Games im Fokus der Jugendhilfe“ werden durch das Demokratiezentrum NRW gefördert. Das Demokratiezentrum NRW, angesiedelt in der Landeszentrale für politische Bildung NRW beim Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen, ist die zentrale Landesstelle zur Förderung und Koordinierung von Präventionsarbeit gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus sowie jede Form von Menschen- und Demokratiefeindlichkeit.
Kurzfilm vom Fachtag



