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AJS-News / Gewalt / Medien / Persönlichkeitsentwicklung / Radikalisierung/ 03.03.2026

Kriege und Konflikte belasten Kinder und Jugendliche

Foto von Anna/Adobe Stock / generiert mit KI
KI-Foto von Anna/Adobe Stock

Wir erleben derzeit eine Phase multipler Krisen, Kriege und bewaffneter Konflikte, die auch junge Menschen in Deutschland unmittelbar oder mittelbar betreffen. Die jüngsten militärischen Eskalationen im Nahen Osten sowie weitere internationale Konfliktlagen führen bei vielen Kindern und Jugendlichen zu Verunsicherung, emotionaler Belastung und Gesprächsbedarf.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Einige junge Menschen sind durch familiäre Bezüge, biografische Erfahrungen oder emotionale Verbundenheit direkt oder indirekt betroffen. Gleichzeitig bleiben andere Konflikte – etwa im Südsudan oder in Nordnigeria – häufig weniger sichtbar, obwohl sie ebenfalls Lebensrealitäten junger Menschen berühren.

In pädagogischen Kontexten können solche Entwicklungen zu erhöhter Emotionalität, Polarisierung oder Rückzug führen. Über soziale Medien sind Kinder und Jugendliche zudem oft ungefiltert mit Bildern von Gewalt und Zerstörung konfrontiert. Für junge Menschen mit Flucht- oder Kriegserfahrungen besteht zudem die Gefahr einer Retraumatisierung.

Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend gebündelt niedrigschwellige Anlaufstellen, Materialien und Unterstützungsangebote bereitgestellt, die Fachkräfte im Umgang mit krisenbezogenen Belastungen unterstützen können. Ziel ist es, Räume für Gespräche zu ermöglichen, Emotionen ernst zu nehmen und zugleich rassistischen oder antisemitischen Zuschreibungen klar entgegenzutreten.

 

Allgemeine Anmerkungen

Die folgenden Hinweise und methodischen Impulse sind mitunter im Kontext früherer Krisen- und Kriegsgeschehen entstanden – insbesondere im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg sowie der Eskalation im Nahostkonflikt. Sie lassen sich jedoch auch auf andere aktuelle Konfliktlagen übertragen.

Damit soll ausdrücklich keine Gleichsetzung oder Vergleichbarkeit der jeweiligen Konflikte suggeriert werden. Vielmehr geht es darum, dass sich die beschriebenen pädagogischen Zugänge, Gesprächsformate und Unterstützungsangebote grundsätzlich eignen, um mit belastenden geopolitischen Ereignissen im pädagogischen Alltag umzugehen und jungen Menschen in Krisenzeiten Orientierung zu geben.

 

Mit Kindern über Krieg sprechen

 

Medienpädagogik und -kompetenz für Kinder und Erwachsene

 

Umgang mit Krisen im pädagogischen Kontext

 

Nachrichten

 

Faktencheck (insbesondere bei Nachrichtenkonsum in Soziale Medien)

 

Nachrichten und Informationen zur Situation in kindgerechter Ansprache

 

Hintergrundinformationen Iran, Sudan und Nigeria

Anmerkung: Es gibt bundesweit zahlreiche Fachstellen, die viele Hintergrundinformationen bereitstellen und bündeln: Dies stellt nur eine kleine Auswahl für den ersten Einstieg dar.

 

Anlaufstellen und Beratungsangebote

Die folgende Übersicht stellt lediglich eine kleine Auswahl von Fachstellen dar, die seit vielen Jahren Handlungsempfehlungen, Materialien und Bildungsangebote zu den Themen Antisemitismus und Rassismus entwickeln und bereitstellen.

Insbesondere die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt ist ein wiederkehrendes und etabliertes Feld in der Bildungsarbeit zu Antisemitismus und wird von zahlreichen Fachstellen methodisch begleitet und reflektiert.

 

Melde- und Beratungsstellen bei antisemitischen und (antimuslimisch-) rassistischen Vorfällen

 

Krisentelefone und (erste) Anlaufstellen in (psychosozialen) Notlagen