Gemeinsame Stellungnahme zu den Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ) veröffentlicht gemeinsam mit weiteren Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz, darunter die AJS NRW, eine Stellungnahme zu den Handlungsempfehlungen der Expertenkommission »Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt«.
Die BAJ und die Landesstellen begrüßen insbesondere den entwicklungs- und verantwortungsorientierten Ansatz der Empfehlungen. Positiv hervorgehoben werden vor allem die Orientierung am Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe sowie die Stärkung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes als zentrale Struktur für Medienbildung und Prävention.
Gleichzeitig weisen die BAJ und die Landesstellen darauf hin, dass einzelne Empfehlungen weiterer Konkretisierung bedürfen. Kritisch bewertet werden die vorgeschlagene familienrechtliche Verankerung des Begriffs der »digitalen Vernachlässigung« sowie die Einrichtung einer Kinderonlinewache als neue Anzeige- und Meldestelle der Sicherheitsbehörden. Aus Sicht der BAJ und der Landesstellen kommt es darauf an, bestehende Unterstützungs-, Beratungs- und Präventionsstrukturen nachhaltig zu stärken und finanziell abzusichern. Erfolgreiche Maßnahmen benötigen eine langfristige Verstetigung und dürfen nicht von kurzfristigen Projektförderungen abhängig bleiben.
Neben der ausführlichen Stellungnahme steht auch eine Kurzfassung zur Verfügung.
Quelle: Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. https://www.bag-jugendschutz.de/de/stellungnahmen
