WhatsApp: Neue Eltern-Konten
Beleidigungen, Ausgrenzung, Gewaltvideos: Was in vielen Klassenchats passiert, ist für viele Kinder digitaler Alltag. Wie eine aktuelle WDR-Befragung im Schwerpunkt „Inside Klassenchats“ zeigt, hat mehr als jedes dritte Kind zwischen zehn und 16 Jahren dort schon belastende Inhalte gesehen.
Die Mehrheit der Klassenchats läuft über WhatsApp, in der Regel ohne relevante Aufsicht durch Erwachsene und Eltern. Genau hier setzt Meta jetzt an: Der Konzern führt jetzt erstmals offiziell sogenannte „elternverwaltete Konten“ („Parental Managed Accountes“) ein, vom Prinzip wie man das bereits von Instagram kennt. Über die neue Funktion, die nun global ausgerollt wird und erst nach und nach in allen Ländern und allen Usern zur Verfügung steht, können Eltern WhatsApp-Zugänge für Kinder ab zehn Jahren einrichten – unter ihrer Kontrolle.
Eltern richten auf dem Smartphone ihres Kindes ein spezielles WhatsApp-Konto ein, das mit ihrem eigenen Eltern-Konto verknüpft ist. Dafür halten sie beim Einrichten beide Geräte nebeneinander und verbinden so die Accounts. Alle Einstellungen auf dem Gerät des Kindes sind anschließend mit einer sechsstelligen Eltern-PIN geschützt. Das Kind kann diesen Code nicht ändern. Konkret bestimmen die Eltern ab dann, wer das Kind überhaupt kontaktieren darf. Das verhindert Risiken wie „Cybergrooming„, wo sich Erwachsene als Schulfreunde getarnt Minderjährigen virtuell annähern. Das Konto der Minderjährigen ist auf das Wesentliche reduziert: Nachrichten schreiben und telefonieren mit freigegebenen Kontakten. Werbung wird Kinder-Konten ebenfalls nicht angezeigt.
Quelle: WDR
