Kinder- und Jugendschutz für NRW

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Aktuelles/ 19.01.2026

Landesregierung schlägt Petra Ladenburger als Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte vor

Die Landesregierung schlug am 16. Januar Petra Ladenburger als Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte für die Dauer von fünf Jahren vor. Die neue Position geht auf das weiterentwickelte Landeskinderschutzgesetz zurück. Petra Ladenburger ist Fachanwältin für Familienrecht und vertritt seit vielen Jahren Betroffene von sexualisierter Gewalt vor und in Gerichtsverfahren. Sie lehrt als Dozentin an der Technischen Hochschule Köln zu den Themen Gewaltschutz sowie Familien-, Kinder- und Jugendhilferecht. Zudem führt sie Fortbildungen für Fachkräfte zum Thema Kinderschutz durch und fungiert für verschiedene Institutionen als Beratungs- und Anlaufstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt. Daneben ist Petra Ladenburger als Anhörungsbeauftragte für die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs tätig. Sie unterstützt sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene die Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und die Etablierung von Schutzstandards.

Als Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes soll Petra Ladenburger die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien anhören und an geeignete Unterstützungssysteme weitervermitteln. Auch weitere in den Bereichen Kinderschutz und Kinderrechte tätige Akteure soll sie untereinander vernetzen. Zu ihren Aufgaben zählt darüber hinaus, Formate zur Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Menschen, die in Kindheit und Jugend von Gewalt betroffen waren, zu schaffen. Außerdem soll Petra Ladenburger Dritte bei der Entwicklung und Umsetzung von Beteiligungsformaten unterstützen. Die Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte ist in der Ausübung ihrer Aufgaben unabhängig, fachlich nicht weisungsgebunden und nur dem Gesetz unterworfen. Sie soll ihren Dienst – vorbehaltlich der Benehmensherstellung mit dem Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend des Landtags – am 18. Februar 2026 aufnehmen.

Quelle: Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen