Kinder- und Jugendschutz für NRW

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Aktuelles/ 26.02.2025

So wenige Rauschtrinker wie nie unter Jugendlichen

Noch nie wurden so wenige 12- bis 18-Jährige wegen exzessiven Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt wie im Jahr 2023. Laut Hochrechnung der KKH Kaufmännische Krankenkasse landeten im genannten Zeitraum bundesweit rund 7.650 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe wegen einer akuten Alkoholvergiftung in einer Klinik. Das sind fast 28 Prozent weniger als 2022. Damit sind die Fälle von exzessivem, stationär behandeltem Alkoholkonsum bei Heranwachsenden nicht nur auf den niedrigsten Stand seit Beginn der KKH-Erhebung im Jahr 2006 gesunken, sondern von 2022 auf 2023 auch mit am drastischsten innerhalb eines Jahres. Trotz der aktuell erneut stark gesunkenen Zahlen kann KKH-Psychologin Franziska Klemm keine Entwarnung geben: „Weniger Krankenhausaufenthalte bedeuten noch nicht, dass der Alkoholkonsum bei Jugendlichen insgesamt zurückgegangen ist.“ Die Zahlen erfassten schließlich nicht alle jugendlichen Rauschtrinker, sondern nur diejenigen, die wegen ihrer Alkoholexzesse mit einer Vergiftung in der Notaufnahme landeten.

„Deshalb setzen wir mit unserem Programm ‚Tom & Lisa‘ auch weiterhin darauf, die Risikokompetenz von Jugendlichen im Umgang mit Alkohol zu fördern“, sagt Franziska Klemm. Die KKH unterstützt den Klassenworkshop, der von der ‚Villa Schöpflin gGmbH – Zentrum für Suchtprävention‘ koordiniert wird, bereits seit 14 Jahren.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse