Kinder- und Jugendschutz für NRW

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Aktuelles/ 11.09.2026

Was Kinder und Jugendliche von der digitalen Welt erwarten

Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat im Juni ihre Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Wesentlicher Bestandteil: die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses brachten Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Forderungen zum digitalen Aufwachsen ein. Die Ergebnisse liegen nun in einem eigenen Bericht vor und wurden am 7. September veröffentlicht.

In sieben Workshops diskutierten junge Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren konkrete Alltagssituationen, entwickelten Lösungsvorschläge und tauschten sich unmittelbar mit Mitgliedern der Expertenkommission aus. Aus dem Beteiligungsprozess sind 70 Forderungen in den vier Themenfeldern Medienkompetenz, Kinderschutz und Sicherheit, Wohlergehen und mentale Gesundheit sowie Künstliche Intelligenz (KI) hervorgegangen.

Die Ergebnisse zeigen: Kinder und Jugendliche wollen nicht weniger Digitalisierung, sondern eine bessere und sicherere digitale Welt. Sie wünschen sich mehr Schutz und verlässliche Unterstützung, aber auch, ihre digitale Lebenswelt mitzugestalten und bei Entscheidungen, die sie unmittelbar betreffen, gehört zu werden. Insbesondere Plattformanbieter sehen sie in der Verantwortung, digitale Angebote sicher und altersgerecht zu gestalten. Dabei setzen die jungen Menschen auf Aufklärung und Befähigung statt auf pauschale Verbote.

Medienkompetenz soll frühzeitig und kontinuierlich vermittelt werden. Als mögliche Angebote nennen Jugendliche Unterricht, Projekttage, Mediensprechstunden und Peer-to-Peer-Angebote. Wichtig sind ihnen zudem kompetente und vertrauenswürdige Erwachsene, die ihre digitale Lebenswelt verstehen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend