AJS Newsletter | Dezember 2025



Liebe Leser*innen,
die Winterferien rücken näher – und damit auch für die meisten eine wohlverdiente Pause. Zum Jahresende freuen wir uns, einige Neuigkeiten aus der AJS mit Ihnen zu teilen. Neben zwei erfolgreichen Fachtagen zu Gewaltprävention und Prävention in der Jugendsozial(arbeit) ist auch unser neues Projekt „STRONG – Stark gegen Online-Gewalt und Cybergrooming“ voller Energie in sein erstes Kapitel gestartet. Außerdem ist das neue AJS FORUM frisch erschienen - gefüllt mit aktuellen Themen und Einblicken.

In 2026 erwarten Sie bei der AJS unter anderem zwei mehrtägige Fortbildungen in Köln. Ab März starten die Fortbildungen zur Fachkraft für medienpädagogische Elternarbeit und zum Thema
Prävention von sexualisierter Gewalt aus dem aber sicher-Netzwerk.

Herzliche Grüße und eine erholsame Ferienzeit!
Das Team der AJS


Neues aus der AJS

Das AJS-Team wünscht frohe Festtage!
Nach einem weiteren Jugendschutz-Jahr möchten wir uns für die tolle Zusammenarbeit mit allen Kolleg*innen bedanken. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2026 und wünschen harmonische und friedvolle Feiertage mit den Liebsten und einen fantastischen Start ins neue Jahr!

AJS FORUM 4/2025 erschienen
Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz bedeutet, frühzeitig handlungsfähig zu sein. Fachkräfte müssen Entwicklungen aufmerksam beobachten, Bedarfe erkennen und passgenaue Angebote schaffen. Sozialraumorientierung ist dabei der Schlüssel: Angebote wirken nur, wenn sie dort ansetzen, wo junge Menschen leben und sich bewegen. Mehr dazu können Sie in dem schon online zugänglichen Titelthema Prävention vor Intervention. Warum erzieherischer Kinder- und Jugendschutz den Unterschied macht lesen.

STRONG – Stark gegen Online-Gewalt und Cybergrooming: erste Onlineveranstaltung
Die Auftaktveranstaltung des neuen AJS-Netzwerkprojekts "STRONG - Stark gegen Online-Gewalt und Cybergrooming fand am 9. Dezember statt und ist auf enormes Interesse gestoßen. 450 Teilnehmende informierten sich über das Thema Cybergrooming und Präventionsansätze gegen sexualisierte Gewalt im digitalen Raum. Besonders wichtig war uns der inklusive Schwerpunkt der Veranstaltung: In Kooperation mit der LAG Lokale Medienarbeit und dem "nimm! Netzwerk Inklusion und Medien" wurden praktische Methoden für die Medienarbeit vorgestellt, die es ermöglichen, das Thema Cybergrooming barrierearm, inklusiv und empowernd zu bearbeiten.

Verletzlich und gefährlich?! AJS NRW zu Gast bei KN:IX talks Podcast
Die psychische Gesundheit junger Menschen ist in Gefahr. Wir hören von Überforderung, Einsamkeit und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung. Saskia Lanser war im November als Fachreferentin der AJS NRW und des Projekts „Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung“ beim KN:IX talks Podcast von KN:IX connect zu Gast. Die Podcast-Folge „Verletzlich und gefährlich?!“ geht der Frage nach, inwiefern die psychische Vulnerabilität von Jugendlichen und die Anfälligkeit für extremistische Ideologien zusammenhängen.

Fachtag: „Hinsehen, Verstehen, Handeln. Prävention in der Jugendsozial(arbeit) stärken“
Am 08.10.2025 kamen bei dem hybriden Fachtag „Hinsehen, Verstehen, Handeln. Prävention in der Jugendsozial(arbeit) stärken“ des Arbeitskreises G5 (Landesjugendring NRW, Arbeitsgemeinschaft Offene Tür NRW, LAG Jugendsozialarbeit NRW, Paritätisches Jugendwerk NRW) in Kooperation mit der AJS NRW über 300 Fachkräfte aus ganz NRW zusammen. Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen sowie auf Zoom gab es neben zwei Impulsvorträgen durch Prof. Dr. Gina Wollinger (HSPV Köln) und Dr. Nahlah Saimeh (Forensische Psychiaterin & Gutachterin) verschiedene Workshops, in denen Teilaspekte von Radikalisierungs- bzw. Extremismusprävention beleuchtet wurden, sowie einen Markt der Möglichkeiten.

Fachtagung: „Gewalt(prävention) geht uns alle an“
In den Medien dominieren besonders drastische Fälle von Jugendkriminalität und Jugendgewalt, wodurch häufig das Bild einer zunehmend „verrohten“ Jugend entsteht. Dies führt nicht selten zu unbegründetem Alarmismus und verzerrt die öffentliche Wahrnehmung junger Menschen zusätzlich. Der Landesarbeitskreis (LAK) NRW hat sich bei einer Fachtagung am 18.09.2025 in Düsseldorf damit auseinandergesetzt und praxisrelevantes Wissen aus verschiedenen Perspektiven vermittelt. Der Landesarbeitskreis Jugendhilfe, Polizei, Schule (LAK NRW) wurde 1984 auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW und des Landeskriminalamtes NRW gegründet.

Veranstaltungen

AJS Basics: Deeskalationstraining
Seminar am 20. Januar in Köln | 09:00 bis 17.00 Uhr | Kosten 85 € | Jetzt anmelden!
In Theorie und Praxis haben Fachkräfte die Gelegenheit, im geschützten, vertrauensvollen Raum, verschiedene Strategien des Konfliktmanagements und der Deeskalation auszuprobieren. Dabei geht es in erster Linie um das frühzeitige Erkennen und angemessene Einschätzen von Gefahrensituationen in pädagogischen Settings, um möglichst mit deeskalierenden und friedfertigen Verhaltensweisen zu reagieren. Darüber hinaus sind die Reflexion der eigenen Haltung und der kollegiale Austausch Bestandteile des Trainings. Das Ziel ist es, das vorhandene Verhaltensrepertoire im Umgang mit Konflikt- und Gewaltsituationen zu erweitern, um die eigene Handlungssicherheit zu stärken.

KURZ & PRAKTISCH: Feste Feiern – Jugendschutz & Prävention bei Veranstaltungen
Online-Seminar am 3. Februar | 12:00 bis 14.00 Uhr | Kosten 20 € | Jetzt anmelden!
Karneval steht vor der Tür. Aber auch im Rest des Jahres gibt es viele Anlässe für Jugendliche, um zu feiern: Abiparty, Schützenfest, Disco im Jugendzentrum oder Aufstiegsfeier im Fußballverein. Leider kommt es bei manchen Festen auch zu Übergriffen und Gewalt. Hier helfen einige praktische Tipps, damit Jugendliche sicherer sind. Außerdem nehmen wir bei der Veranstaltung auch alte und neue Rauschmittel in den Blick. Im zweistündigen Online-Seminar besprechen wir mit Expert*innen, wie Feste gelingen können, bei denen auch Jugendliche beteiligt sind.

Fortbildung "Kinder- und Jugendarbeit … aber sicher! Prävention von sexualisierter Gewalt"
Mehrtägige Weiterbildung in Köln | 3 Blöcke ab 18. März | Kosten 650 € | Jetzt anmelden!
Die Fortbildung vermittelt Fachkräften Grundlagen und vertieftes Wissen zur Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. In drei Modulen werden Basiswissen, digitale Gewaltphänomene wie Cybergrooming, sowie rechtliche Grundlagen und Handlungsschritte im Krisenfall behandelt. Die Teilnehmenden lernen Präventionskonzepte kennen, erproben Praxismethoden und entwickeln erste Schritte für institutionelle Schutzkonzepte. Zielgruppe sind Fachkräfte der Jugendhilfe, Schule, Beratungsstellen und Polizei. Das Aber sicher-Netzwerk existiert seit 2012 und besteht aus den Absolvent*innen der Fortbildung.

Eltern-Medien-Jugendschutz: Fortbildung zur Fachkraft für medienpädagogische Elternarbeit
Mehrtägige Weiterbildung in Köln | 3 Blöcke ab 24. März | Kosten 650 € | Jetzt anmelden!
Ein Leben ohne Medien ist heute nicht mehr denkbar. Medien sind wesentliche Bestandteile unserer Lebenswelt – vor allem für Kinder und Jugendliche. Eltern haben hier einen hohen Informationsbedarf. Ziel der Fortbildung ist es, Multiplikator*innen für die Konzeption und Durchführung medienpädagogischer Elternbildungsveranstaltungen in Schulen, Kindergärten, Familienzentren und anderen Bildungsträgern zu qualifizieren. Dazu gehört es auch, medienpädagogische Inhalte in der Beratung oder in Tür- und Angelgesprächen zu vermitteln. Sie werden über das Landesnetzwerk Eltern-Medien-Jugendschutz (EMJU) langfristig weiter informiert und zum gegenseitigen Austausch angeregt, unterstützt und weiterqualifiziert.

Kurz notiert

Save The Date – Fachtagung zur Antirassistischen Arbeit am 29. April 2026

Kinder- und Jugendmedienschutz – AJS im Interview

Aufruf: Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland

Entwicklung der Kinder- und Jugenddelinquenz in Nordrhein-Westfalen

Mehr Jugendmedienschutz durch neuen JMStV

Neue Initiativen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt

JIM-Studie 2025 veröffentlicht: KI ist fester Bestandteil des Alltags von Jugendlichen

Neue Kinderbeauftragte im Bund Mareike Wulf

Über 10,5 Millionen junge Menschen sind aktiv in Sportvereinen

EU: Digitalminister wollen Kinder besser schützen

Jugendstudie zur Nutzung und Selbstregulation von sozialen Medien

Unautorisierte In-App-Käufe durch Minderjährige: Eltern haften für Ihre Kinder

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