AJS Newsletter | April 2026



Liebe Leser*innen,
wir haben heute wieder ein paar Neuigkeiten aus der AJS für Sie: Die erste Ausgabe des AJS FORUM 2026 ist erschienen. Zum Lesen online ist bereits das Titelthema „Alles eine Frage der Haltung? Warum professionelles Handeln Wissen, Können und Selbstkompetenzen erfordert“. Zudem steht die neue Broschüre „Ich hab’ da ein komisches Bauchgefühl…“ zur Prävention von Radikalisierung bei Jugendlichen zur Verfügung. Sie ist entstanden im Projekt extrem:kompakt der FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW in Kooperation mit „Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung“ der AJS NRW.

Veranstaltungshinweis: Am 13. Mai lädt das Projekt STRONG zu einer Onlineveranstaltung ein zum Thema "Cybergrooming! Anzeigen – oder nicht?" Handlungssicherheit zwischen Strafverfolgung und Betroffenenschutz. Hier geht es zur Anmeldung.

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!

Herzliche Grüße
Das Team der AJS

Neues aus der AJS

AJS FORUM 1/2026 erschienen
Von Fachkräften wird erwartet, dass sie Haltung zeigen. Dass sie sich orientieren an gesellschaftlich genormten Werten. Häufig werden hohe Ansprüche formuliert. Professionelle Haltung ist jedoch kein moralisches Gütesiegel, sondern eine reflektierte Grundorientierung für pädagogisches Handeln unter komplexen Bedingungen. Im Titelthema Alles eine Frage der Haltung? Warum professionelles Handeln Wissen, Können und Selbstkompetenzen erfordert können Sie schon jetzt mehr dazu lesen. Hier finden Sie weitere Inhalte und können das AJS FORUM direkt mit ein paar Klicks abonnieren und im umfangreichen Archiv des Magazins stöbern.

Neue Broschüre zur Prävention von Radikalisierung bei Jugendlichen
Die Broschüre „Ich hab‘ da ein komisches Bauchgefühl…“ unterstützt Fachkräfte dabei, Radikalisierungstendenzen früh wahrzunehmen und verantwortungsvoll zu handeln – aufmerksam, aber ohne abzustempeln. Er bietet „Erste Hilfe“ für Reflexion und Orientierung. Entstanden ist die Borschüre im Projekt extrem:kompakt der FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW in Kooperation mit Plan P. – Jugend stark machen gegen islamistische Radikalisierung der AJS NRW.

Veranstaltungen

Plan P.: "Extremismus im Gaming – Wissenswertes für Kinder- und Jugendhilfe"
Online-Seminar am 21. April | 10:00 bis 13.00 Uhr | Jetzt anmelden!
Gaming ist längst mehr als ein Freizeittrend Jugendlicher: Es ist ein altersübergreifendes, globales Kultur- und Sozialisationsphänomen. Im Kontext von Online-Communities zeigen sich dabei auch Prozesse digitaler Radikalisierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Das Online-Seminar sensibilisiert für Plattformlogiken, Narrative und Rekrutierungsstrategien. Es beleuchtet rechtliche Rahmenbedingungen und zeigt auf, warum problematische Entwicklungen nicht erst bei eindeutig extremistischen Inhalten beginnen, sondern häufig in gesellschaftlich verbreiteten Denkmustern, Zuschreibungen und alltäglichen Grenzverschiebungen münden. Zugleich werden demokratiefördernde Potenziale von Gaming und Ansätze einer präventiven, lebensweltorientierten Praxis in den Blick genommen. Ausschreibung als pdf.

STRONG: "Cybergrooming! Anzeigen – oder nicht?" Handlungssicherheit zwischen Strafverfolgung und Betroffenenschutz
Online-Seminar am 13. Mai | 09:30 bis 13.00 Uhr | Jetzt anmelden!
Offenbart sich ein Kind oder ein:e Jugendliche:r Cybergrooming bzw. einen (digitalen) sexuellen Übergriff erlebt zu haben, sind Erziehungsverantwortliche in der Verantwortung zu intervenieren.
In diesem STRONG Online-Seminar wollen wir die verschiedenen Perspektiven auf den Umgang mit Fällen von sexualisierter Gewalt im digitalen Raum beleuchten. Eine Anzeige zu erstatten ist unmittelbar wichtig, um Tatpersonen zu fassen und Straftaten aufzuklären. Gleichzeitig ist ein Strafverfahren langwierig, kann für Betroffene emotional hochbelastend sein und endet nicht immer im Sinne des geschädigten Kindes oder Jugendlichen. Darüber hinaus soll die Rolle des Jugendamtes im Ermittlungsverfahren beleuchtet werden, an das in derlei Strafsachen, die Kinder und Jugendliche betreffen, eine Mitteilung zu erfolgen hat. Ziel ist es, den Teilnehmenden eine Übersicht im Falle einer Intervention zu geben und sie in ihrer Handlungssicherheit zu stärken.

"Christfluencing" – Erscheinungsformen und Einordnungshilfen
Online-Seminar am 8. Juli | 10:00 bis 13.30 Uhr | Kosten 35 € | Jetzt anmelden!
Christlicher Content auf Social Media – das Phänomen „Christfluencing“ gewinnt zunehmend an Bedeutung. Doch wie lassen sich die verschiedenen Erscheinungsformen, Ansprachen und/oder einzelne Kanäle einordnen? Welche Zusammenhänge lassen sich erkennen und wie können Fachkräfte dem Thema begegnen, wenn etwa problematische Inhalte erkennbar sind? Das Online-Seminar soll für das Thema „Christfluencing“ sensibilisieren und einen Einstieg in die praktische Arbeit im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe bieten. Mit Blick auf problematische Inhalte und Wirkungsweisen werden zudem Handlungsmöglichkeiten thematisiert, um primärpräventive Maßnahmen und Hilfestellungen für den Praxisalltag im Umgang mit dem Phänomen zu vermitteln.

Material-Empfehlungen

Haltung zeigen
Viel zu oft werden vermeintlich harmlose rassistische Äußerungen ohne Gegenrede stehen gelassen, sei es aus Sorge, es sich mit der entsprechenden Person zu verscherzen, aus Unsicherheit oder aus Unwissenheit. Das kompakte Infoheft „Taschenheld*in“ bietet Argumente gegen einige gängige Parolen in der Migrationsdebatte. Herausgegeben und erarbeitet wurde das Heft im Rahmen der Caritas-Kampagne „vielfalt. viel wert“. Hier kostenfrei zum Download.

Anders nicht falsch
Den Satz „Aber du wirkst so normal …“ nimmt Maria Zimmermann zum Anlass, in „Anders nicht falsch“ von ihrem Leben im Autistischen Spektrum zu erzählen. Autistische Wahrnehmung wird zugänglich und elementar auf den Punkt gebracht, in einer Weise, die unmissverständlich klar macht, dass es im Zusammenhang mit Autismus eben dies nicht geben kann: Den einen abschließenden Punkt hinter einer Erklärung, die alles erschöpfend und abschließend erläutert hat. Zimmermann, Maria: Anders nicht falsch, Kommode Verlag, Zürich 2023, 220 Seiten, 25,00 Euro. Zum Buch.

Weitere Material-Empfehlungen finden Sie in unserer Fachzeitschrift AJS FORUM.

Kurz notiert

KJHSRG-Referentenentwurf veröffentlicht – JuSchG Änderung

WhatsApp: Neue Eltern-Konten

Debatte im NRW Landtag: Altersgrenzen für die Nutzung von Social Media

Lachgasverbot verabschiedet

#UnmuteRefugees: Junge Stimmen gegen Vorurteile

Podcast: Berufliche Orientierung für psychisch belastete Jugendliche

Folgestudie zu Jugend und Corona ist da

Neue Arbeitshilfe der BAG Landesjugendämter: Frühintervention bei Cannabisauffälligkeiten Minderjähriger

Jetzt bewerben: Dieter Baacke Preis 2026

IDZ und GMK: Neues Wissensformat zu Desinformation und KI

Literaturbericht zu Digitalisierung und Digitalität der Kinder- und Jugendhilfe

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Wettbewerb „Kleine Lösungen – große Wirkung“

Studie zu Social-Media-Verbot: Regulierung statt pauschalem Verbot

Online-Befragung: Junge Menschen zu Politik und Gesellschaft
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